Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Celle...

Die BUND Kreisgruppe Celle setzt sich mit derzeit etwa 250 Mitgliedern für den Erhalt und die Förderung der Natur und für Umweltschutz in der Stadt und im Landkreis Celle ein.

 

 

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Werden Sie Mitglied, denn jede Unterstützung zählt!

Wir freuen uns auf Sie!

                                             »Letzte Aktualisierung: 07.05.2018

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Einladung zur vogelkundliche Wanderung durch die Aller- und Lachteniederung: Die nächste vogelkundliche Wanderung mit Dr. Langbehn findet am kommenden Samstag, den 12. Mai 2018 statt. Treffpunkt ist um 6.30 Uhr am Lachte-Parkplatz "Am Tiergarten" in Lachtehausen. Die Dauer der Veranstaltung wird zwei bis drei Stunden betragen und uns an der Lachte, im Finkenherd und an der Aller entlangführen.

Wir empfehlen festes Schuhwerk, Fernglas (falls vorhanden), Schreibutensilien und etwas zum Trinken mitzubringen.

 ►Merken Sie sich bitte folgende Termine und Angebote der BUND Kreisgruppe in 2018:

Einladung zur mitgliederöffentlichen Vorstandssitzung des Celler BUND-Kreisgruppen-Vorstandes: Die nächste mitgliederöffentliche Vorstandssitzung findet am 15. Mai 2018 um 19.30 Uhr im Hotel Leisewitzgarten, Wittinger Straße 56, Celle, statt. Der in der Mitgliederversammlung im September 2017 neu gewählte Vorstand möchte seine bisherige Arbeit vorstellen, über bisherige Arbeitsfelder berichten und Termine für geplante Veranstaltungen bekanntgeben.

Obstbaumschneideseminar: Der Termin für den Sommer-Obstbaumschnitt ist der 11. August um 9.30 Uhr auf der neuen Obstwiese im Altenceller Feld, am 2. Bauabschnitt der OU Celle.

 

Die BUND-Kreisgruppe Celle sucht weitere aktive Naturinteressierte, um z.B. eine Jugendgruppe zu gründen bzw. zu betreuen. Eventuelle Rückfragen gerne an Helga Habekost unter Tel.: 05141-20 51 663  

 

 

Das Winter-Obstbaumschneideseminar der BUND Kreisgruppe Celle vom 10.März 2018 an der Streuobstwiese am Altenceller Feld


   Fotos: Privat

(Helga Habekost) - Am 10. März 2018 konnte Helga Habekost für die BUND-Kreisgruppe siebzehn Naturinteressierte am Altenceller Feld begrüßen. Sie zeigte im Fotovergleich, wie gut sich Bäume auf der am Neustädter Holz gepflegten Obstbaumwiese entwickelt haben, nachdem dort in den letzten zehn Jahren die Obstbaumschneideseminare durchgeführt wurden.

Die Obstwiese am Altenceller Feld wurde vor fünf Jahren als Ausgleichsmaßnahme für die am Martha-Hof entfernte alte Obstbaumwiese, welche dem Straßenbau am Bohr-Drilling-Simulator der TU-Clausthal Zellerfeld zum Opfer gefallen war, angelegt.

Insgesamt wurden am Altenceller Feld etwa 50 jungen Obstbäume zurückgeschnitten, um ein ausgewogenes Verhältnis von Wurzel- zu Kronenmasse zu schaffen. Das ist gerade in den ersten Jahren für die jungen Bäume wichtig, damit sie ein kräftiges, tragfähiges Gerüst bilden. Durch den recht radikalen Schnitt wird der Baum im Frühjahr angeregt, neues Holz zu bilden.

Von Ingo Rodemann (Verband Wohneigentum) wurden fünf angehende Gartenfachberater im Obstbaumschnitt fachmännisch geschult. Die übrige Gruppe übernahm erstmals der Streuobst-Pädagoge und Dipl.Forstwirt Hans-Otto Schrade, der den interessierten Teilnehmern in humorvoller Weise und mit viel Fachwissen wertvolle Hinweise zum Winter-Obstbaumschnitt gab.

Beim Schnitt ist auf die sogenannte „Saftwaage“ zu achten. Damit ist gemeint, dass gleichrangige Gerüstäste auf gleichem Niveau stehen, d.h. auf jeder „Etage" in gleicher Höhe enden. Außerdem sollten die Äste in einem Winkel von ca. 45° wachsen, weil dadurch die Früchte am Ast optimal mit Nährstoffen und Licht versorgt werden. Auch wurden zum Stamm wachsende Zweige entfernt, damit im Inneren des Baumes genügend Luftraum bleibt.

Die Obstbaumspezialisten wiesen auf die "Baumscheibe" hin (ca. einen Meter rings um den Stamm herum), die von Bewuchs freigehalten werden sollte. Nach dem Winter führen die Bäume die in den Wurzeln gelagerten Reservestoffe wieder stammaufwärts an die Triebknospen, wo dann ein starkes Sprosswachstum einsetzt. Deshalb haben fleißige Hände um alle Bäume herum das Unkraut entfernt und Kalk gegen die Übersäuerung durch zuvor aufgebrachten Rindenmulch gestreut. Die Baumstämme wurden mit Baumweißanstrich gegen die starken Frühjahrstemperaturdifferenzen (zwischen nächtlicher Abkühlung und Mittagssonne) geschützt, um ein Aufplatzen der Rinde zu verhindern.

Nun bleibt die weitere Entwicklung der Altenceller Obst-Wiese zu beobachten. Der Sommerschnitt zur Wachstumsberuhigung ist in diesem Jahr für den 11. August geplant, zu dem bereits jetzt jede(r) Interessierte herzlich eingeladen ist.

 

 

Vortragsveranstaltung "Ausgesummt und ausgezwitschert" mit Dr. E.P. Dörfler

Am 06. März 2018 hielt Dr. Ernst Paul Dörfler im Beckmannsaal in Celle auf Einladung der BUND Kreisgruppe Celle seinen Vortrag "Ausgesummt und ausgezwitschert? - Ursachen und Auswirkungen des Artenrückgangs".

Zum Einstieg referierte Herr Dr. Dörfler über das "Liebesleben der Vögel". Die große Vielfalt des "gefiederten Zusammenlebens" lockerte aufgrund der mannigfaltigen Parallelen zum menschlichen Beziehungsverhalten den Vortrag auf und gaben im gut gefüllten Beckmansaal oft Anlass zum Schmunzeln.

Deutlich ernster wurde es dagegen, als das Thema "Rückgang der Artenvielfalt von Vögeln und Insekten" am Beispiel der Großtrappe angegangen wurde. Die Großtrappe zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Ihr Lebensraum ist bedroht, denn sie benötigt Ackerflächen und Grünwiesen mit einer große Kulturvielfalt. 

Die Hauptursachen, so Dr. Dörfler, liegen in der intensiven agrartechnischen Nutzung unserer Naturflächen:

  • Bodenverdichtung, Monokultur und viele Bearbeitungsgänge stören die Vögel bei der Aufzucht ihrer Küken
  • die intensive Düngung und der Einsatz von Pestiziden hat eine Verringerung der Kulturpflanzen und damit eine qualitative und quantitative Abnahme der Insekten zu Folge. Das Nahrungsangebot für die Großtrappe ist nicht ausreichend, sie stellen die Fortpflanzung ein 

Nach seinem Medienvortrag ging Dr. Dörfler auf die Frage ein: Was kann der Einzelne tun? Eine Patentlösung konnte er genau so wenig präsentieren wie eine schnelle Lösung. Es gibt jedoch Möglichkeiten der Veränderung und des Umdenkens in kleinen Schritten:

  • Bewusstmachen: In die Natur gehen, hautnah und bewusst erleben und beobachten, um Verständnis für die Vorgänge der Natur zu erlangen
  • Bekanntmachen: Durch kleines, kommunales Einmischen die große Politik mit- und Strukturen umgestalten
  • Beginnen: Bei sich selbst mit Veränderungen beginnen, sowohl im Denken als auch im Handeln. Also sein eigenes Konsum- und Essverhalten reflektieren, Produkte aus biologischem, heimischen Anbau bewusst einkaufen, oder im eigenen Garten Pflanzenvielfalt einplanen, eine kleine Wildwiese anlegen, und mit Laub- und Geästmieten Insekten, Kleingetier und Vögel eine Stätte bieten, wo sie sich wieder heimisch fühlen und vermehren.

Nach einer angeregten Diskussion mit dem anwesenden Publikum wurde Herr Dr. Dörfler durch den Vorstand der BUND Kreisgruppe Celle verabschiedet.

 

Tipps zum Thema Wildwiese - Wildpflanzen bei Karola Naeder (Dipl. Biologin), Osteraden 1A in Lachendorf

   

 

 

■ Unsere Position zur Celler Ostumgehung:

Wir lehnen den Bau der Ostumgehung ab! Die Straße zertrennt die Stadt und schafft Neuverlärmung. Sie wird an den innerstädtischen Verkehrsverhältnissen nichts ändern, weil sie einen viel zu großen Bogen um die Innenstadt macht und über 90 Prozent des Verkehs in Celle sowieso stadtgebundener Verkehr ist. Im dritten Bauabschnitt soll wertvollste Natur unwiederbringlich zerstört werden. 

Übrigens: So sieht die Planung z.B. im 3. Bauabschnitt aus: In unmittelbarer Nähe zur historischen Altenceller Getrudenkirche wird eine vierspurige Schnellstraße (Tempo 100km/h) auf einem 3 Meter hohen Damm geführt. Eine zusätzlich ca. 4 Meter hohe Lärmschutzwand soll auf dem Damm einen Teil des Verkehrslärmes (besonders im FFH-Gebiet) mildern.

Können Sie sich vorstellen, wie sich die Landschaft durch dieses mehr als sieben Meter hohe "Sperrwerk" verändern wird? Einen Blick vom Friedhof der Altenceller Gertrudenkirche hin zum Turm der Celler Stadtkirche wird es dann jedenfalls nicht mehr geben!

Geplant wird schon seit Jahrzehnten. Wer mehr erfahren will, braucht etwas Zeit, um sich mit den umfänglichen Informationen auseinander zu setzen - es lohnt sich!

Lesen Sie beim Verein im Interesse Aller e.V. mehr dazu...



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BUND Broschüre zum Thema 

Agrarreform statt Massentierh-altung (PDF-Format, ca. 2,2 MB)

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Warum sind antibiotikaresis­ten­te Keime für die Verbrau­cher eine Gefahr? Im Podcast erläutert der BUND-Vorsitzende Prof. Hubert Weiger die Hintergründe.

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